Leseproben

"Graues Land" - Trilogie

Die Legende von Arc´s Hill

Weitere Romane, Novellen und Serien.

Hier finden Sie einen kleinen Einblick in meine 5 - teilige Horrorserie 

"Die Legenden von Arc´s Hill"

 

Die Geschichte ist eine Hommage an H. P. Lovecraft

 

Buch 1: "Die schwarze Stadt"

05. Februar 1966
Ich beginne dieses Buch zu schreiben, in der Hoffnung, all das Geschehene verstehen zu können. Ich hätte nie gedacht, dass ich soweit getrieben werde, war ich doch bislang ein rational denkender Mensch, der an die unumstößlichen Ergebnisse wissenschaftlicher Fakten geglaubt hatte. Doch all dies, was hier geschieht – was mit mir geschieht – kann mit keiner uns bekannten Wissenschaft erklärt werden.
Ich erhoffe mir durch den puren Akt des Niederschreibens meine Furcht im Zaum halten zu können. Wovor ich mich fürchte, weiß ich im Grunde nicht, denn am Tage sind die Erinnerungen an die Nächte kaum greifbar. Doch konnte ich so viel von den Träumen in meinem Unterbewusstsein festhalten, dass ich mir im Klaren darüber bin, dass es durchaus einen Grund gibt, sich zu fürchten. Einen wahrlich schrecklichen Grund.
Es hat vor einer Woche begonnen. Da träumte ich in einer regnerischen Nacht zum ersten Mal von dieser merkwürdigen Stadt.
Ich möchte hier nicht näher auf die Beschreibung derselben eingehen, da ich mir nicht mehr sicher bin, ob ihr Glanz und ihr überwältigender Schein nicht bloß Blendwerk sind, um von ihrer wahren Erscheinung abzulenken.
Hielt ich den Traum in der ersten Nacht noch für eine völlig normale, wenn auch sehr intensive Illusion, so wurde mir im Laufe der letzten Tage schnell klar, dass es sich hierbei unmöglich um einen schlichten Traum handeln konnte. Selbst ein Albtraum sucht sein Opfer in den meisten Fällen nur einmal heim.
Ich wandle jedoch in jeder Nacht durch die breiten und hellen Alleen dieser seltsamen Stadt und kann nicht verhindern, dass ich eine gewisse Bewunderung für die Architektur und das Wesen dieser Metropole empfinde.
Indem ich dies hier niederschreibe, hoffe ich, den Bann zu brechen, den die Nächte mir auferlegt haben. Mit meiner Familie möchte ich nicht darüber sprechen. Sie würden mich für verrückt erklären. Und vielleicht hätten sie sogar Recht.